Dezember 5, 2020

Wenn Du das veröffentlichst, kommst Du in die Hölle!

Testleser sind wichtig. Sie liefern mir immer wieder hilfreichen Input. Das gilt vor allem auch dort, wo Dinge komplex werden. Die sind dann im Kopf des Autors völlig klar – aber diesmal bekomme ich von den Testlesern ein Feedback, das mich schon stutzig gemacht hat.

Es gibt da in meinem neuen Buch eine Schilderung, wie man eine bestimmte Waffe bauen könnte – und diese Schilderung ist nicht direkt eine Explosionszeichnung – Dennoch ist sie recht genau (Jeder, der Johannes Liesendahl kennt, ahnt, wovon ich spreche…) und ein kluger Kopf könnte sie so bauen. Diese Waffe. Könnte sie bauen. Könnte diese Waffe so bauen und hätte dann eine… äh… ziemlich coole Waffe.

Oh

Mir war das gar nicht so sehr aufgefallen. Natürlich versuchst du, so etwas glaubhaft aufzuschreiben. Es soll ja stimmig sein und realistisch. Ich habe mich mit insgesamt 6 Leuten, die da jeweils viel mehr verstehen, ausgiebig und intensiv darüber unterhalten, ob das gehen könnte und ob man die Waffe so einsetzen könnte, wie das in meinem neuen Buch passiert. Wir haben sogar den Preis kalkuliert.

Wenn Du das veröffentlichst, kommst Du in die Hölle!

…sagen da meine Testleser.

Hm… Da komme ich schon ins Grübeln. Und natürlich stellt sich auch die Frage: Wie geht es anderen an der Stelle? Als ich etwa damals Schwarzer Sonntag von Thomas Harris gelesen haben, das spürte ich einen Schweißausbruch nach dem anderen – so erschreckend empfand ich das Szenario des Buches. (Kommt in der Verfilmung leider nicht rüber – lest das Buch…)

Oder Schauen wir in eine andere Kultur, auch wenn das nicht ganz so explizit ist: Wenn sich ein Serienkiller auf einen Song von AC/DC als Inspiration beruft – ist dann Bon Scott schuld am Tod dieser Menschen?

Ich werde in der finalen Überarbeitung noch einmal in mich gehen müssen.

Oder?

Bild: Pixabay. abgewandelt

Ein Gedanke zu “Wenn Du das veröffentlichst, kommst Du in die Hölle!

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