Warum musste der Fuchs sterben?

Immer wieder erreichen mich Anfragen, Feedbacks, Bemerkungen zu meinen Krimis – und das finde ich ziemlich cool. Es macht mir Spaß, in den Dialog mit Lesern zu gehen – und an mindestens zwei Stellen hat sich daraus ein Dialog ergeben, der weit über das übliche hinausragt.

Eine der Fragen, die mich zu “Ein Schuß Schuld” immer wieder erreichen, ist die Frage nach dem Fuchs.

Tatsächlich gibt es eine Szene, in der ein Fuchs stirbt und man kann darüber diskutieren, ob dieser Tot notwendig ist – wobei die Frage erlaubt sein muss, was Notwendig in diesem Zusammenhang bei einem Krimi eigentlich besagt… Eigenartiger Weise hat niemand diese Frage bei den diversen toten Menschen des Buches formuliert.

Tatsächlich spielte hier Inspiration eine Rolle. Einmal braucht es diese Szene (und da spoilere ich jetzt mal nichts) später im Buch noch – das war der eine Aspekt, der in der Szene mit dem Fuchs steckt. Der Zweite ist tatsächlich der, dass ich auf der Suche nach dieser Szene von einem solchen Fall gehört habe. Einem britischen Naturphotographen ist genau das passiert: Während er einen Fuchs fotografieren wollte, wurde dieser von einem Jäger erschossen. Schockierend und real – und da Ein Schuss Schuld ohnehin schon eine Fotografin hatte, fügte sich ein Bild zusammen…

Diese Geschichte kam sozusagen “passgenau” – mitten hinein in die Inspiration, mitten hinein in einen Bedarf und schmiegte sich völlig naturgetreu in die Handlung des Schottland-Krimis. Mehr konnte man nicht verlangen. Daher habe ich nicht lange gezögert, den Fuchs zu töten.

Aber halten wir es wie Hollywood: No real animals were killed or injured during the Writing of EIN SCHUSS SCHULD. 😉

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