Out Now: ESFIE, Band 3 – Aaron Niederkircher und Team in “Spur von Blut”

European Squad for Investigation Efficiency – zum dritten Mal ermittelt die Spezialeinheit von Europol in  Buchform: Spur von Blut. Und diesmal an einem besonderen Ort, der mich persönlich zurück in die Kindheit führt: Schlesien, die Region, aus der meine Eltern stammten.

Ich habe dort nie gelebt, war dort aber mehrere Male im Urlaub, habe Land und Leute gut kennengelernt und bin ab 2010 auch beruflich diverse Male da gewesen – aus dieser Erfahrung meine Empfehlung: Polen sollte man am 8. März jeden Jahres unbedingt meiden, wenn man mich fragt – und ich habe es mehrfach probiert… 😉

Und nein: Auch diesmal stammt niemand aus dem Ort Slaryszka, weil es auch Slaryszka nicht gibt, ebenso wenig wie Port Wallrye aus „Ein Schuss Schuld“ oder die Insel Oosterplaatland, auf der „Keiner von uns“ spielt. Dennoch bin ich tatsächlich bei der Recherche zu diesem Buch, zu der Region und den Gegebenheiten sogar auf Spuren meiner eigenen Familie gestoßen: – tatsächlich dienten Texte meines Vaters als Quelle für eine Website, die mir an vielen Stellen geholfen hat. (http://genwiki.genealogy.net/GOV:RAABENJO80GX#Bibliografie)

Ein Teil von mir ist dort also tief verwurzelt – und ja: Ich habe auch Rübezahl-Geschichten in meiner Kindheit gehört und bin mit den Fürsten von Ratibor bestens vertraut. Die Handlung dieses Buches endet exakt am 93. Geburtstag meines Vaters, den er leider nicht mehr erlebt hat – und das hatte ich tatsächlich nicht geplant. Die Handlung war durchkonzipiert, das Startdatum jedoch willkürlich gewählt. Das Unterbewusstsein spielt dir Streiche?

Ja, kann sein.

Nachdem das häufigste Feedback zu „Ein Schuss Schuld“ übrigens tatsächlich „Warum musste der Fuchs sterben?“ war, sollte ich vielleicht hier noch die Gelegenheit nutzen, eines zu erläutern: Ich bin Hundebesitzer – und das schon seit gut 20 Jahren. Es fällt mir schwer, vorzustellen, dass das je anders sein könnte. Wolfshunde wie den Tamaskan, Hybrid-Züchtungen und auch reine Wölfe beeindrucken mich – für den Kuvacz in all seinen unterschiedlichen Schreibweisen kann ich mich weniger erwärmen. In der beschriebenen Region sind sie erschreckend häufig zu finden und viele deutsche Urlauber kommen dadurch auf die leicht idiotische Idee, sie nach Deutschland mitzubringen und dann in der Münchner Innenstadt mit ihnen herumzustolzieren, was ungefähr so angemessen ist, wie mit einem Hummer H1 in ein niederländisches Innenstadt-Parkhaus zu fahren.

Der Hummer hat anschließend Kratzer und die Menschen begreifen das – beim Tamaskan sieht man das nicht so deutlich.

Nicht gestorben ist immerhin der Keiler, nachdem man ihn für tot gehalten hatte. Klingt absurd? Ist es leider nicht – ich besitze ein paar wirklich hässliche Bilder aus dem Archiv einer großen Versicherung, die nicht nur einen solchen Fall belegen, sondern diverse Fälle dieser Art. Tot ist nicht gleich tot an der Stelle. Gerade dort, wo unsachgemäß mit Waffen umgegangen wird, kommt so etwas leider vor, oft auch bei Auto-Unfällen. Insofern: Ein Tier gerettet.

Aber ja: Der Wolf musste trotzdem sterben – ich entschuldige mich dafür, aber es musste sein. Feedback dazu nehme ich natürlich immer noch gerne entgegen – am besten direkt an autor@magnus-haensler.me. Ich freue mich drauf.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.