Ich wünsche Dir eine blutige Nacht….

Blutnacht Magnus HaenslerSo… Da isser jetzt also – der Thriller Blutnacht.

Eine ganz und gar andere Geschichte als die Krimis um mein Europäischers Ermittlungsteam. Ein weiter Ausflug in die Vergangenheit – meine eigene und die der Figuren.

Interessant zu sehen, was einem alles gegenüber den heute verfügbaren Mitteln der ESFIE fehlt, wenn man nur bis zum 11. September 2001 zurückgeht. Keine Smartphones, ein gesamthaft geringerer Digitalisierungsgrad. Die Ermittler, mit denen ich dazu gesprochen habe, hatten da manches mal ein Knoten im Hirn, wenn ich sie gefragt habe „Wie habt ihr denn so etwas ermittelt? Und wie lange hat das gedauert?“ Das bestimmt an einigen Stellen dann auch den Rhythmus des Buches, denn 2001 war vieles nicht so leicht wie heute und von der zweiten Zeit-Ebene von Blutnacht, 1982, wollen wir gar nicht reden.

Da merkt man dann erst einmal wieder, wie lange 2001 tatsächlich her ist und wie sehr die Digitlisierung, die schon unseren ganz normalen Alltag so signifikant verändert hat, dann tatsächlich auch in einem professionellen Sinne die Welt verändert hat.

Das erste Cover ist tatsächlich daran gescheitert (Siehe unten) – das nämlich zeigte eine Cassette. Ja, das waren diese Dinger, in denen diverse Meter Magnetband hin- und herliefen. Das hat im Test kaum jemand verstanden.

Auch der Entwurf, der zusätzlich noch einen 500DM Schein auf dem Cover hatte, war nicht mehrheitsfähig – zu fern ist diese Währung, zu unverständlich ihre Symbolik mittlerweile.

Auch hierzu habe ich noch einmal diverse Interviews geführt – allem voran mit ein paar Polizisten, die schon auf der Art Terrassen sitzen, wie wir sie auch in Blutnacht finden. Polizisten, die um die 70 sind. Man macht sich keine Vorstellungen, was in deren Köpfen alles gespeichert ist! Man macht sich aber aus heutiger Sicht auch keine Vorstellung davon, was damals alles nicht gespeichert wurde. Auf jedem Smartphone sind heute mehr zusammenhängende vernetzte Daten drin, als 1982 in einer kompletten Mord-Akte. Den Begriff „Kommissar Zufall“ kann ich schon ganz lange nicht leiden. Seit meinen neuen Recherchen zu Blutnacht verstehe ich den Begriff und interpretieren ihn in einer völlig anderen Art und Weise.

Das Cover, das es im letzten Moment dann doch nicht geschafft hat. Warum? Die Hälfte der Testpersonen hat das Bild nicht verstanden…

Blutnacht ist ein Einzelstück – eine Geschichte, die in einem ganz anderen Kontext entstanden ist. Getriggert von ein paar Interviews, die schon vor gut 30 Jahren stattgefunden haben. Aber aus den Gesprächen habe ich unglaublich viele gut Inspirationen bekommen, viele authentische Einblicke in Polizeiarbeit erhalten, wie sie früher einmal stattgefunden hat. Das hat mir ziemlich viel Respekt abgerungen – und vielleicht setze ich dem ja bei Gelegenheit noch ein Denkmal.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß mit dem Thriller um Identitäten, Misstrauen, Wut und eben Blut… Blutnacht

 

Der Boden unter ihr war hart, kratzig und schmerzte sie. Also richtete sie sich auf, bis sie saß, blickte taumelig nach vorn, dann an sich herab, wo sie ihre Brustwarzen erblickte, die hart und aufrecht standen. Sie sah ihre Schamhaare, Haut über und über und begriff, dass sie splitternackt im Wald saß.
Bis sie sich aufgerichtet hatte, vergingen zwei weitere Minuten. Stehend war es noch kälter als im Sitzen – aber ihr war klar: Sie musste hier weg und zwar rasch, bevor es noch kälter wurde.
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Die junge Ermittlerin Elgin Burggraf muss von ihrem Kollegen erfahren, das sie die einzige ist, die nichts über die legendäre “Blutnacht” weiss, die das Revier seit fest 20 Jahren bewegt. Die Geschichte entblättert sich – und nach fast 2 Jahrzehnten wird klar, dass es ein komplexes Bild von Schuld und Schuldigen gibt Und dies Ermittlungen in der vergangenheit bringen alle an ihre Grenzen – physisch, psychisch – Die Blutnacht geht an die Substanz……

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